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Von Arosa in Arosa
Als Einheimischer in Arosa

 

Ich bin in Arosa aufgewachsen – genauso wie bereits mehrere Generationen meiner Familie vor mir. Entsprechend ist Arosa für mich weit mehr als nur mein Heimatort. Meine Familie, meine Freunde, der Sport und unsere Unternehmen sind eng mit diesem Ort verbunden und haben meinen bisherigen Lebensweg wesentlich geprägt.

Bis zur sechsten Primarklasse besuchte ich die Schule in Arosa. Anschliessend führte mich mein Weg nach Chur ans Gymnasium. Von meinem 13. bis zu meinem 19. Lebensjahr lebte ich während der Schulzeit im Konvikt in Chur. Diese Jahre waren für mich eine prägende Zeit. Einerseits bedeutete es, bereits in jungen Jahren einen grossen Teil der Woche ausserhalb von Arosa zu verbringen und selbstständiger zu werden. Andererseits blieb meine Verbindung zu Arosa immer bestehen.

Eine besonders wichtige Rolle spielte dabei der Eishockeysport. Während meiner gesamten Zeit in Arosa war Eishockey ein fester Bestandteil meines Lebens. Gleichzeitig entstand über die Jahre ein grosser Freundeskreis in Arosa, der bis heute einen wichtigen Teil meines Lebens ausmacht.

Nach dem Abschluss des Gymnasiums kehrte ich nach Arosa zurück und begann, aktiv in unseren Familienbetrieben mitzuarbeiten. Dadurch lernte ich die verschiedenen Bereiche unseres Unternehmens noch einmal aus einer völlig neuen Perspektive kennen. Was ich zuvor als Kind und Jugendlicher im Hintergrund miterlebt hatte, wurde nun zunehmend zu einem Teil meines eigenen beruflichen Alltags.

Ich erhielt Einblick in Home Sweet Home Innendekoration, das Home Hotel und später auch in die Gastronomie. Dabei wurde mir schnell bewusst, wie vielseitig ein Familienunternehmen ist und wie unterschiedlich die täglichen Herausforderungen sein können. Vom direkten Kontakt mit Gästen und Kunden über Mitarbeitende, Organisation und Finanzen bis hin zu Investitionen, Umbauten und neuen Geschäftsideen umfasst unsere Arbeit zahlreiche unterschiedliche Bereiche.

Im Jahr 2021 begann ich mein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bern. Für mich war jedoch von Anfang an klar, dass ich mich trotz des Studiums weiterhin aktiv in unsere Unternehmen einbringen wollte. Deshalb arbeitete ich parallel zum Studium regelmässig in den Betrieben in Arosa mit.

Bereits während meines ersten Studienjahres absolvierte ich zusätzlich das G1-Gastroseminar. Damit wollte ich nicht nur praktische Erfahrungen in der Gastronomie sammeln, sondern auch die betriebswirtschaftlichen und gastronomischen Grundlagen vertiefen. Gerade mit der zunehmenden Bedeutung der Gastronomie innerhalb unseres Unternehmens war es mir wichtig, diesen Bereich auch fachlich besser zu verstehen.

Ein besonders bedeutender Schritt folgte im Jahr 2024. Ich hatte das grosse Privileg, die Geschäftsanteile meiner Mutter zu übernehmen und damit auch auf unternehmerischer Ebene stärker Verantwortung für unseren Familienbetrieb zu übernehmen. Für mich war dies nicht nur ein formeller Schritt, sondern vor allem ein grosses Zeichen des Vertrauens und zugleich eine Verpflichtung gegenüber dem, was meine Eltern über viele Jahre aufgebaut hatten.

Mit dieser neuen Verantwortung begann ich, mich noch intensiver mit der langfristigen Entwicklung unserer Unternehmen auseinanderzusetzen. Dabei geht es mir nicht nur darum, Bestehendes weiterzuführen, sondern auch darum, neue Ideen einzubringen und gemeinsam die nächsten Entwicklungsschritte zu gestalten.

Mit der Entwicklung von Charlie’s entstand ein weiterer wichtiger Bestandteil unseres Familienunternehmens. Gemeinsam wollten wir einen Ort schaffen, der unkomplizierte Gastfreundschaft mit kulinarischen Einflüssen aus unterschiedlichen Ländern verbindet. Für mich war Charlie’s gleichzeitig eine Gelegenheit, mich noch stärker mit Gastronomie, Marketing, Organisation und der Weiterentwicklung eines eigenen Konzepts auseinanderzusetzen.

Im Jahr 2026 schloss ich an der Universität Bern meinen Bachelor of Law ab. Seither führe ich mein Studium mit dem Master of Law weiter. Das Jurastudium ist für mich eine wichtige Ergänzung zu meiner unternehmerischen Tätigkeit. Es lehrt mich, komplexe Sachverhalte strukturiert zu analysieren, Probleme aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und Entscheidungen auch hinsichtlich ihrer rechtlichen und langfristigen Auswirkungen zu beurteilen.

Besonders wertvoll empfinde ich die Verbindung zwischen Studium und Praxis. Während ich mich an der Universität mit rechtlichen Fragestellungen auseinandersetze, erlebe ich im Familienunternehmen unmittelbar, welche Herausforderungen Unternehmer im Alltag tatsächlich beschäftigen. Arbeitsrecht, Verträge, Bauprojekte, Immobilien, Finanzierung, Personalführung und die zahlreichen regulatorischen Anforderungen in Hotellerie und Gastronomie zeigen mir immer wieder, wie eng Recht und Unternehmertum miteinander verbunden sind.

Heute bringe ich mich zunehmend in die Weiterentwicklung unserer verschiedenen Betriebe ein. Besonders interessieren mich dabei neue Geschäftsideen, Digitalisierung, künstliche Intelligenz und die Frage, wie traditionelle Unternehmen durch neue Technologien effizienter und gleichzeitig attraktiver für Kunden und Gäste werden können.

Dabei möchte ich aber nie vergessen, wo unsere Unternehmen verwurzelt sind. Arosa ist für mich Heimat. Hier lebt ein grosser Teil meiner Familie, hier befindet sich mein Freundeskreis und hier bin ich aufgewachsen. Durch den Sport, die Schule, unsere Unternehmen und das Dorfleben bin ich tief mit Arosa verbunden.

Gerade deshalb interessiert mich auch die langfristige Entwicklung des Ortes. Arosa lebt stark vom Tourismus, ist gleichzeitig aber auch Lebensraum für Einheimische, Familien und Unternehmen. Ich sehe darin zahlreiche Möglichkeiten, neue Ideen zu entwickeln, bestehende Angebote weiterzuentwickeln und einen Beitrag dazu zu leisten, dass Arosa auch in Zukunft ein attraktiver Ort zum Leben, Arbeiten und Besuchen bleibt.

Home Sweet Home, das Home Hotel und Charlie’s bilden heute gemeinsam Home Arosa. Für mich bedeutet dies einerseits, Verantwortung für etwas zu übernehmen, das meine Eltern über viele Jahre aufgebaut haben. Andererseits sehe ich darin die Möglichkeit, meine eigene Perspektive einzubringen und das Unternehmen Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.

Mein Ziel ist es, die Werte und die persönliche Handschrift unseres Familienunternehmens zu bewahren und gleichzeitig offen für Veränderungen zu bleiben. Tradition und Innovation müssen für mich kein Gegensatz sein. Vielmehr liegt gerade in der Verbindung von beidem eine grosse Chance.

Meine Geschichte ist deshalb eng mit Arosa verbunden – mit meiner Familie, meinem Freundeskreis, dem Eishockey, unseren Unternehmen und den vielen Erfahrungen, die ich hier sammeln durfte. Gleichzeitig stehe ich mit meinem Masterstudium und der zunehmenden Verantwortung im Familienunternehmen erst am Anfang eines neuen Abschnitts.

Ich freue mich darauf, diesen Weg weiterzugehen und gemeinsam mit meiner Familie die nächste Generation von Home Arosa mitzugestalten.

Kontakt & Standort
Home Arosa, Kay Woodward, Poststrasse 154 / 156/ 158, CH-7050 Arosa
Tel. +41 81 377 31 21

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